Dermal Anchor
Dermal AnchorMicrodermals (oder auch "Dermal Anchors", "Hautanker", "Skinplates" genannt) sind Schmuckstücke welche in die Haut gesetzt werden. Dabei sorgt eine Platte aus Titan unter der Haut dafür, dass der Schmuck einwächst. Auf diese Platte können dann verschiedene Aufsätze geschraubt werden. Der Unterschied zu den ähnlich aufgebauten transdermalen Implantate ist die Grösse (Microdermals sind etwa 2mm gross) und das einfachere Einsetzen.


Einsetzen
Beim Einsetzen muss zuerst eine Öffnung in die Haut gemacht werden. Dies kann mit einer Nadel, einem Skalpell oder einem Biopsie-Punch gemacht werden. Dann wird der Schmuck eingeführt und mit der Platte eine Hauttasche geformt. Meist wird danach eine Scheibe auf das Gewinde geschraubt, weil diese während der Heilungsphase die Wunde am wenigsten belastet. Der Vorgang des Einsetzens wird von den meisten gut vertragen und bereitet keine großen Schmerzen.

Risiken
Dermal AnchorDie Risiken sind die selben wie bei Piercings. Allerdings könnte eine Infektion größere Folgen haben, es muss daher sehr sauber gearbeitet werden. Wenn sie ungünstig platziert sind, können Microdermals herauswachsen.

Entfernen
Anders als Piercings können Microdermals nicht durch einfaches Herausschrauben vom Träger selbst entfernt werden. Zur Entfernung muss eine erneute Öffnung der Haut erfolgen, meist mittels Skalpell.

Verbreitung
Seit ihrer Einführung Mitte 2006 erfahren Microdermals einen regelrechten Boom und immer mehr Piercingstudios bieten sie an.

In der Anfangszeit wurde Nasenstecker-ähnlicher Schmuck verwendet. Eine Schlaufe unter der Haut sollte durch Einwachsen den Halt sicherstellen. Nach ersten Erfahrungen mit speziell für diesen Zweck hergestellten Implantaten wurde aber klar, dass damit die besseren Resultate erzielt werden. Heute gibt es schon mehrere Hersteller, welche Microdermals industriell herstellen und vertreiben.

Einige Frauen tragen Mikrodermalimplantate im Dekolletee als Ersatz oder Ergänzung von Halsketten. Auch im Gesicht, z. B. als optische Verlängerung der Augen, und an den Händen oder Fingern kommen sie regelmäßig zum Einsatz. Manche ergänzen bestehende Piercings, z. B. im Nabel- und Intimbereich, oder werden in Gruppen gestochen. Ein beliebter Einsatzzweck ist die Kombination mit (bestehenden) Tätowierungen, z.B. um Augen menschlicher oder tierischer Motive darzustellen oder zentrale Punkte geometrischer Figuren hervorzuheben.

Quelle : wikipedia.org